Der schönste Berg der Welt (?)

January 9, 2018

Von Chris Peters

Seit dem 6. Mai 2014 wissen wir es! Der Watzmann ist der schönste Berg der Welt. So wollten es die Leser der Zeitschrift "Bergsteiger". Und wer schon einmal vor ihm stand, womöglich auch noch am frühen Morgen, und ihn so gesehen hat,

Watzmann bei Berchtesgaden mit Bauernhof im Frühnebel bei Sonnenaufgang

der hat womöglich das gleiche gedacht.

Wer dann allerdings auch das Dutzend Landschaftsfotografen gesehen hat, die aufgereiht wie an der Perlenkette mit ihren Stativen neben der kleinen Landstrasse in der Wiese standen um diesen Moment festzuhalten, der weiss auch, warum es von dieser Ansicht einfach schon zu viele Bilder gibt. Und hat sich evtl. auch gefragt, ob es nicht noch andere schöne Perspektiven vom schönsten Berg der Welt gibt. Und ja, die gibt es.

Aber: Um da hinzukommen muss man etliche Stunden Fussmarsch in Kauf nehmen. Und wer dann auch noch Sonnenauf- und untergang erleben will, wird wahrscheinlich auch noch die Biwakausrüstung einpacken müssen. Der Weg durchs Wimbachgries ist lang, aber die Landschaft grossartig. Eine wilde urige Gegend, und im Herbst vielleicht am schönsten:

Goldener Herbst bei Wanderung im Wimbachgries, Wimbachtal, Nationalpark Berchtesgaden

Blick vom Wimbachgries auf den Hochkalter, Hocheisspitze und Palfelhorn im goldenen Herbst, Nationalpark Berchtesgaden, Bayern, Deutschland

Die Rotleitenschneid im Wimbachgries


Das Wimbachgries ist ein Schuttstrom, der bei starken Niederschlägen in Bewegung gerät, das sieht man hier ganz gut:

Blick vom Wimbachgries auf den Hochkalter im goldenen Herbst, Nationalpark Berchtesgaden, Bayern, Deutschland

Wegweiser zum Watzmann und Watzmannhaus im Wimbachgries, Nationalpark Berchtesgaden, Bayern, Deutschland

Wimbachgries mit abgestorbenen Bäumen


Wer am Gipfel des Hirschwieskopf auf 2114m ankommt, stellt fest, dass der Gipfel tatsächlich mehr eine Wiese als ein Gipfel ist. Aber das beste ist, dass man beim Aufstieg den Watzmann gar nicht sieht, erst wenn man den höchsten Punkt erreicht, steht er plötzlich und unvermittelt vor einem wie eine mächtige Burg aus Fels, unnahbar, steil, beeindruckend.

Watzmann Südspitze über dem Wimbachgries

Und wer ein Herz für Gebirgslandschaften hat, ist erstmal einfach nur überwältigt. Ein Traumplatzerl mitten im Nationalpark. Kein berühmter Gipfel, dieser Hirschwieskopf, deshalb von vielen links liegen gelassen, aber zu unrecht. Wo sonst kann man sich so im Zentrum des Nationalparks fühlen wie hier?

Panorama Aufnahme vom Watzmann mit Königssee und Wimbachgries

Wimbachgries links, Königssee rechts, und der Koloss Watzmann mittendrin. Auch in die andere Richtung hat man einen schönen Blick: ins Steinerne Meer zur Schönfeldspitze

Blick auf das herbstlich verschneite Steinerne Meer

Zu den wilden Palfelhörnern im Gegenlicht

Viele Bergspitzen im Gegenlicht

Aber am gewaltigsten, beeindruckendsten steht einfach der Watzmann da:

Watzmann Südspitze von Süden bei Sonnenuntergang

Das ganze dann auch noch im Mondlicht erleben zu dürfen, ist einfach ein Geschenk des Schöpfers.

Watzmann im Mondlicht

Genau wie der Sonnenaufgang an der berühmt berüchtigten Ostwand, der angeblich höchsten Felswand der Ostalpen

Watzmann-Ostwand bei Sonnenaufgang

Sonnenaufgang am Watzmann

Watzmann mit Wimbachgries am frühen Morgen

Am frühen Morgen der lange Schatten des Berges, auf dem ich gerade stehe, hinab ins Wimbachgries

Wimbachgries mit Hundstod, Palfelhorn, Hocheisspitze, Hochkalter

Der Blick in die wilden Felsabstürze an der Südseite des Watzmann

Wilde Felsabstürze am Watzmann

Und irgendwann steht der Entschluss fest: eines Tages werde ich hier einziehen:

Hütte am Trischübel Pass mit dem Grossen Hundstod




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